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Interessantes aus unserer Kirchenchronik

Vor 100 Jahren – im Jahr 1912

…wurde „des 200 jährigen Geburtstages Friedrichs II. (des Großen) bei der Geburtstagsfeier für Kaiser Wilhelm II. (27. Januar) am Abend des 26. Januar gedacht.“ Diese Feier war vom Kriegerverein und Gesangverein Concordia veranstaltet worden. Der Ortspfarrer hielt den Festvortrag über „die Hohenzollern in der Sage“.
… überflog am 12. März das z.Z. in Frankfurt a.M. stationierte Zeppelin-Luftschiff Viktoria Luise bei einem Ausflug von Frankfurt a.M. in die Büdinger Gegend auch unseren Ort unter großem Jubel der Bewohner.
… wurde in Verbindung mit den Ende 1911 beendeten Feldbereinigungsarbeiten auch der Stauweiher am Ausgang des Ortes nach Stammheim zu angelegt, und der aus dem Teufelsloch kommende Bach, der durch die Mitte des Ortes floss und in Folge seiner geringen Wassermenge nur eine schwache Strömung hatte (infolgedessen aber immer sehr verschlammt und nicht unbedenklich in gesundheitlicher Hinsicht war ) in einen Kanal gelegt, über dem her eine schöne Straße durch die Mitte des Ortes entstand, die direkt auf den Bahnhof zuführt und „Gartenstraße“ zwischen dem Amtsgericht (wo heute Spielwaren-Eberhardt steht) und dem Bahnhof genannt wird.
… wurde auch das hiesige Pfarrhaus (damals Haus Kirchgasse 6) an die elektrische Überland-Anlage der Provinz Oberhessen in Wölfersheim angeschlossen.
Vor 75 Jahren, im Jahr 1937
… hätte der damalige Pfarrer gerne auch Bibelstunden abgehalten, was aber, wie er schreibt, nicht möglich war. Zum einen fehlte ein kirchlicher Raum dafür (als Notbehelf war manchmal ein Zimmer im Pfarrhaus benutzt worden). Aber ein Großteil der Gemeinde habe überwiegend gemeint: „Bibelstunde ist nur etwas für die Extrafrommen“. Außerdem gab es innerkirchliche Spannungen in der Gemeinde („Kirchenkampf“ zwischen Vertretern der Bekennenden Kirche und denen der Deutschen Christen). „Ohne eine Bibelstunde aber wird  sich in einer so unkirchlichen Gemeinde (wie Altenstadt) niemals ein Gemeindekern bilden noch ein echtes kirchliches Leben entstehen können.“
… musste am 3. und 4. Advent der Gottesdienst auf Anordnung der Kirchenbehörde ausgesetzt werden, da in Düdelsheim die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen war. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wie z.B. der Schutzimpfung des Viehs kam aber die Krankheit doch im Anfang des Jahres 1938 in fast jeden Stall unseres Ortes, doch trat sie nicht besonders bösartig auf; nur die Ziegen litten schlimmer daran, von denen auch eine ganze Anzahl eingingen.

Vor 100 Jahren - im Jahre 1910

... wurde im Sommer die Kirche innen renoviert. Während der Renovierungsarbeiten wurden die Gottesdienste im „Saale von Gastwirt Holzapfel“ gehalten. Mit der Innenrenovierung der Kirche erfolgte auch die Aufstellung einer neuen Orgel mit 11 Registern (gefertigt von Orgelbaumeister H. Bechstein zu Gross-Umstadt), zu der von der alten Orgel die Vorderseite des Gehäuses wieder verwendet wurde.

Es wurden hierbei auch die 27 im Jahre 1720 bei der Erbauung der Kirche von Maler Johann Jacob Hauck aus Homburg v.d.H. angefertigten - jedoch zwischenzeitlich mit gelber Ölfarbe völlig zugestrichenen - biblischen Darstellungen in den Feldern der Emporenbrüstung wieder freigelegt und aufgefrischt. In ein weiteres Feld, in dem ursprünglich kein Bild war, über dem Altar, wurden als 28. die Emmausjünger eingefügt. Außerdem wurden u.a. die drei Bilder an der Decke der Kirche überarbeitet.

In einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, dem 23. Oktober, fand am  Nachmittag die Wiedereinweihung der Kirche mit der neuen Orgel, einem neuen Lesepult sowie einem neuen Ofen statt; es schloss sich ein Kirchenkonzert an, bei welchem auch die beiden hiesigen Gesangvereine mitwirkten. Die Fahnen der Vereine (u.a. des Kriegervereines) waren zu beiden Seiten des Altars aufgestellt. Die Häuser in der Gemeinde waren mit Tannengrün und Fahnen geschmückt.

Zur Finanzierung der Maßnahmen trugen viele größere und kleinere Spenden bei, außerdem ein Zuschuss der bürgerlichen Gemeinde.

Zahlen im Vergleich:

Der Orgelbau kostete 4617 M – der Ertrag der sehr guten Obsternte jenen Jahres wurde auf 60 – 80 000 Mark geschätzt.